20110425 Montag 25.04.2011

Sharepoint als ECM – und was fehlt?

Ein sehr guter, zwar etwas älterer, Artikel zum Thema Sharepoint hat mir mal wieder deutlich gemacht, welche Vielfalt im Verständnis des Begriffs ECM steckt.

Enterprise Content Management wird häufig als Sammlung und bessere Ablage für Dokumente verstanden, die den Anwendern ein schnelleres Finden und eine gemeinsame Arbeit an einem Dokument ermöglicht.

Der Artikel stellt sehr schön dar, welchem Missverständnis man dabei unterliegt. Wirklich lesenswert.

Für mich ist aber dabei auch wieder einmal in den Vordergrund getreten, dass mindestens ebenso häufig ECM mit einem Portal gleichgesetzt wird. Aus der Erfahrung der letzten Jahre ist mir deutlich geworden, dass die "Buzzwords" des Marketings es dem potentiellen Anwender nicht einfacher machen, das Richtige für seine Anforderungen zu finden.

Ein ECM ist nur ein Teil eines Portals. Punkt!

Eine Vielzahl von Projekten, die ich kennengelernt habe, leiden darunter, dass mit einem Werzeug für einen Teilaspekt versucht wird, alles zu lösen. Ein Content Management, dem eine Applikationsschicht "aufgedrückt" wurde, kann nicht optimal Daten verarbeiten. Dafür ist es nicht geschaffen. Eine Entwicklungsumgebung ist auch nicht geeignet für den Umgang mit Dokumenten. 

Erst eine integrative Plattform, die einem ECM auch die Zusammenarbeit mit Anwendungen erlaubt, in einem gesicherten Umfeld mit einem gut durchdachten Benutzerkonzept, kann tatsächlich die Potentiale heben, die ein Portal bietet. In einer anwenderfreundlichen Oberfläche muss Content zusammen mit relevanten Daten aus den eingesetzten Anwendungen DIE Information als Kombination bieten, die der Anwender JETZT braucht.

Das ist ein Portal!  

Achim Quaken in Meinung Apr 25, 2011 | Link | Kommentare[0] | Tags: